Julia Schattauer lebt in Berlin und schreibt Texte über Reisen, Kunst, und Kultur. Die gebürtige Pfälzerin ist zudem Reisebloggerin und Verlegerin ihres eigenen Magazins „Krawwelkatz“.

7 Fragen, 7 Antworten

Ich habe gefragt und Julia Schattauer hat geantwortet.

Texterin Julia Schattauer
Texterin Julia Schattauer / Foto: Julia Schattauer

Mein Werdegang in fünf Stationen

1. Leseratte schon als Kind: Bereits als Kind hatte ich keine scheu vor dicken Büchern. Die Lust am Lesen habe ich nie verloren und selbst in den stressigsten Zeiten ist der Griff zum Buch der natürlichste  Move, um zu entspannen.

 2. Kunstgeschichtestudium und Gründung meines Blog Bezirzt: Das Magisterstudium in München hat mir zwar keinen Job in der Kunstwelt verschafft, doch ich habe viele Dinge gelernt, die mir heute nützen. Ich habe das Handwerkszeug  für Texte und das Recherchieren gelernt. Hab als Werkstudentin SEO-Kenntnisse erlangt und erste SEO-Textefür eine Mode-Community geschrieben. Ich bin meiner Muse Kirke begegnet und gründete wegen ihr meinen Blog Bezirzt. Ich habe die Liebe zum Reisen entdeckt und aus diesen Puzzlestücken hat sich mein jetziges Berufsleben ergeben.

3. Praktikum beim Kunstmagazin und Verlagen in Berlin: In Berlin konnte ich Erfahrung bei Zeitungen und Magazinen sammeln, allen voran beim KUNST Magazin, was es leider nicht mehr gibt. Ich schnupperte in den Redaktionsalltag und knüpfte Kontakte, die mir später weiterhalfen. Vor allem aber merkte ich, dass mir das Schreiben so sehr Spaß machte, dass ich mir das beruflich vorstellen konnte.

 4. Angestellt als Pressespiegelerstellerin: Vier Stunden täglich von morgen 5:30 oder 6 Uhr an. Das war für knapp zwei Jahre mein Berufsalltag, der mir vor allem die Erkenntnis brachte, dass ich da so nicht will. Zeit absitzen und nörgelige Kundenbeschwerden, darauf hatte ich schnell keine Lust mehr. Kurzerhand kündigte ich meine unbefristete Stelle wegen eines Freelancerengagements bei einem Reisemagazin, nur um kurz drauf zu erfahren, dass daraus nichts wird. 

5. Kündigung und rein in die Selbständigkeit als Journalistin und Texterin: Ich sprang also ins kalte Wasser und bekam über meinen Reiseblog Bezirzt ein paar Aufträge, die mir langjährige Kunden beschafften. Auch heute noch arbeite ich mit diesem treuen Kundenstamm aus den ersten Tagen zusammen. 

Meine Nische

Auch wenn ich aus der Kunst komme und hin und wieder für Galerien und über Kunstthemen schreibe, mein Fokus hat sich inhaltlich vor allem auf das Reisen verlagert. Über das Reisen schreiben macht mir einfach am meisten Spaß! Wenn ich von fernen Reisezielen oder hübschen Altstadtgassen in der Nähe berichte, kommt meine Reiseliebe wohl auch beim Leser an. Von journalitischen Reisereportagen, Blogartikeln für den eigenen oder andere Blogs und Websitentexte für Reiseveranstalter oder Reisedestinationen ist alles auf meiner To-do-Liste vertreten.

Trotzdem bin ich ab und an auch noch gerne als rasende Reporterin für ein Berlinmagazin unterwegs und interviewe Akteure im urbanen Umfeld oder berichte über Kultur und Events. Außerdem habe ich mittlerweile mein eigenens kleines Printmagazin ins Leben gerufen. Krawwelkatz dreht sich um die Pfalz und die Pfälzer und erscheint einmal im Jahr in Eigenregie.

Darum ging’s in meinem ersten Auftrag

Ich erinnere mich nicht an den ersten Auftrag, doch ganz am Anfang schrieb ich suchmaschinnoptimierte Texte für eine Agentur. Zu den ersten Aufträgen gehörten Texte mit Schlagerbezug und ein Infotext über Brustverkleinerungen. Mein Suchmaschinenverlauf sah bestimmt interessant aus.

Dieser Text hat mir am meisten Spaß gemacht

Wenn ich als Reporterin in Berlin unterwegs bin, sind die Themen oft weit von meinem Lebensumfeld entfernt. Das finde ich meist richtig spannend! Vor knapp zwei Jahren war ich für einen Artikel einen Abend mit Mangafans verabredet. Das hat wirklich Spaß gemacht. Ich finde Subkulturen sowieso spannend und hatte große Freude bei der Recherche.

Auf diesen Text bin ich besonders stolz

Ich freue mich immer, wenn Texte von mir entweder in einem Printmagazin oder zumindest mit tollem Layout erscheinen. Aus diesem Grund bin ich auf die Artikel im SisterMag immer besonders stolz. Einer davon ist eine Geschichte über meine Indienreise und eine besondere Begegnung.

Das würde ich gerne mal texten

Ich würde sehr gerne einmal eine richtig große Reisereportage für eine große Zeitung oder ein gutes Magazin machen. Wüstentour im Oman, eine Frauenkooperative in Indien treffen oder ganz uneigennützige wunderschöne Hotels auf einer abgelegenen Insel testen. Sowas schwebt mir vor. Bis dahin texte ich weiter für schöne Reisedestinationen.

Wenn ich nicht texte, dann….

…renne ich im Museum herum oder bin am Kochen. Vielleicht sitze ich auch irgendwo in der Sonne und lese ein Buch oder habe ein Tier zum Streicheln gefunden.

Hier erfährst du mehr über Julia Schattauer

Texterinterview „In her Own Words“

In der Interview-Serie stelle ich Texterinnen, deren Arbeit ich sehr schätze, immer die gleichen sieben Fragen. Die Texterinnen antworten in ihren eigenen Worten. Du bist Texterin und hast Lust, hier zu erscheinen? Dann schreibe mir eine Nachricht.

In her own words: Julia Schattauer

Ein Gedanke zu „In her own words: Julia Schattauer

  • 10. Mai 2019 um 20:39
    Permalink

    Bin stolz auf dich „kleine“ Cousine ?

    Antworten

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