Wie du als LinkedIn als Blogger optimal nutzt um dich auszutauschen, Kooperationspartner zu finden und Reichweite erlangst.

LinkedIn: einfach nur eine weiteres soziales Netzwerk?

Die meisten Blogger kommen um soziale Medien nicht drumherum und sind auf verschiedenen Plattformen wie Instagram oder Facebook unterwegs. Mittlerweile dient die Präsenz in sozialen Netzen eher dazu dar, eine Community aufzubauen und mit ihr in Kontakt zu stehen – denn Traffic von der Social Media Plattform auf den Blog war einmal. Jedes Netzwerk hat seine eigenen Vor- und Nachteile und immer wieder wird eine neue Sau durchs virtuelle Dorf gejagt, die mehr Sichtbarkeit, Reichweite, oder ganz plump gesagt, Klicks bringen soll. 

Innerhalb des letzten Jahres hat sich LinkedIn von einem Geheimtipp in Sachen Blogvermarktung zu einer viel genutzten Plattform gemausert. Sich eine weitere Plattform ans Bein zu binden hört sich zunächst einmal nach einem Mehr an Arbeit an. Noch ein Netzwerk, wo man eigenen Content veröffentlichen und die Posts anderer Mitglieder kommentieren oder liken muss…puh. Die erste gute Nachricht ist aber: das Social Media Management von LinkedIn ist deutlich weniger zeitaufwendig als die Nutzung von Facebook, Instagram und Co. Die zweite: wenn du LinkedIn als Blogger richtig nutzt, kann es dir auf verschiedenen Ebenen richtig nützlich sein: es hilft dir beim Netzwerken und verbindet dich mit anderen Bloggern, potenziellen Kooperationspartnern und Auftraggebern, verschafft dir Sichtbarkeit und ja – tatsächlich auch Traffic!

LinkedIn als Blogger richtig nutzen – 5 effektive Tipps

Aber wie können Blogger bzw. Content Creators LinkedIn für sich nutzen? Was gilt es zu beachten, wenn du LinkedIn als Networking Tool und Turboboost für dein Blog Business nutzen willst? Meine 5 Tipps für LinkedIn für Blogger (und ja, es werden noch einige weitere Anglizismen dabei vorkommen). 

1. Dein LinkedIn Profil als Blogger

LinkedIn war ursprünglich so etwas wie dein virtueller Lebenslauf. Mittlerweile hat sich daraus ein soziales Business-Netzwerk entwickelt, doch deine Vita und das Profil, mit dem du dich darstellst, sind auch heute immer noch die Basis. Damit du auf LinkedIn a) gefunden wirst und b) professionell bzw. deinen Werten entsprechend wahrgenommen wirst, gilt es ein paar simple Regeln zu beachten.

Eine Regel, die eigentlich total logisch ist und selbstverständlich sein sollte, wird von einigen immer noch missachtet: dein Profilbild sollte dich zeigen. Nicht das Logo deines Blogs, nicht irgendeinen Spruch oder eine Grafik, nein: schlicht und ergreifend dich und zwar idealerweise als Portraitfoto. Wie du dein LinkedIn Profil einrichtest und welche Hebel du dort setzen kannst, um dich und dein Business optimal zu präsentieren erfährst du demnächst in meinem Artikel, den ich direkt auf LinkedIn publizieren werde.

2. Die richtigen Kontakte auf LinkedIn finden 

LinkedIn ist eine Plattform zum Austausch und zur Vernetzung, also ist es nur folgerichtig, dass du dich mit den richtigen Leuten verknüpfst. Die Betonung liegt dabei auf „den richtigen“. Einige LinkedIn Experten raten dazu, sich mit so viel wie möglich Menschen zu verbinden – ich halte das für Quatsch. Du möchtest, dass möglichst viele andere Mitglieder deine Inhalte auf LinkedIn sehen können, aber eben Mitglieder, die zu dir und deiner Branche passen. Wie findest du nun aber die passenden Connections? In der Suche gibst du entweder Namen (falls du jemand bestimmten suchst), Berufsbezeichnungen oder bestimmte Schlüsselwörter (z.B. „Reiseblog“) ein. Oder du schaust, mit welchen Personen deine LinkedIn-Kontakte verknüpft sind. Wenn ihr aus einer ähnlichen Branche seid, habt ihr bestimmt gemeinsame Bekannte.

Ebenso kannst du nach Firmen oder Destinationen suchen, mit denen du mal zusammengearbeitet hast oder deren Inhalte dich interessieren. An die dahinterstehenden Profile kannst du nun eine Kontaktanfrage stellen. Was bei LinkedIn im Gegensatz zu dem Konkurrenten Xing super ist: auch in der Gratis-Version kannst du bei der ersten Kontaktaufnahme eine kurze Nachricht schreiben. Diese Möglichkeit solltest du unbedingt nutzen! Lass die vor kontaktierte Person wissen, woher ihr euch kennt. Die Chancen, dass deine Kontaktanfrage angenommen wird, sind dabei umso größer.

3. Vernetzung und Austausch in LinkedIn Gruppen

Ähnlich wie bei Facebook gibt es auch LinkedIn Gruppen. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass es auf LinkedIn eher um den Austausch auf professioneller Ebene gibt. Für so gut wie jede Berufsgruppe gibt es eine LinkedIn Gruppe, aber auch für bestimmte Interessensgebiete oder, gerade für Reiseblogger interessant, Länder und andere Destinationen. Für dich relevante Gruppen werden am linken Rand deines LinkedIn Feeds vorgeschlagen, du kannst aber auch über die Suche bestimmte Gruppen finden – oder gar selbst eine gründen. PS: Wenn du ReisebloggerIn bist, dann tritt doch meiner LinkedIn Gruppe für Reiseblogger bei!

Für LinkedIn Gruppen gilt auch wie für jede andere Gruppe mit sozialer Interaktion: es ist ein Geben und Nehmen. Halte dich an die vom Gruppengründer vorgegebenen Regeln und stelle der Gruppe und den Mitgliedern dein Wissen und deine Expertise zur Verfügung. 

4. Kenntnisse und Fähigkeiten: präsentiere dich selbst und empfehle andere

In deinem Linkedin Profil kannst du deine „Kenntnisse und Fähigkeiten“ in der gleichnamigen Sektion eingeben. Dazu gehören die Unterpunkte „Branchenwissen“, „Soziale Kompetenz“, „Sprachen“ und „Weitere Kenntnisse“. Trage hier die Schlüsselworte ein, für die du als ExpertIn wahrgenommen werden willst. Wenn du wiederum einen deiner Kontakte für seine Kenntnisse schätzt, dann kannst du diese Kenntnisse ganz einfach bestätigen. Scrolle dazu einfach runter im Profil der Person und klicke auf das Plus-Zeichen.

Daneben gibt es noch eine weitere Möglichkeit, deine Expertise zu präsentieren – durch die Empfehlung anderer. Dafür gibt es auf LinkedIn ein Formular, das „um Empfehlung bitten“ heißt. Ich rate allerdings dazu, zuvor der Person, von der du dir eine Empfehlung wünschst, per Nachricht anzufragen – denn so eine Empfehlung ist für den Verfasser mit Arbeit verbunden. 

5. Aktiv sein: halte deine Kontakte über dich und dein Schaffen auf dem Laufenden

Ich habe es bereits ein paarmal erwähnt, aber ich sag’s gern nochmal: LinkedIn ist ein soziales Netzwerk. Deshalb kannst du hier, ähnlich wie bei Facebook, Updates über dich und dein (Arbeits-) Leben geben. Du kannst Links zu aktuellen Blogartikeln posten, Fragen stellen oder von deinen aktuellen Projekten erzählen. Kommunikation ist aber auch bei LinkedIn keine Einbahnstraße. Kommentiere die Beiträge deiner Kontakte, teile interessante Posts und Artikel aus deiner Branche bzw. Nische.

In meinen Augen sehr interessant ist die Funktion, bei der du Artikel direkt bei LinkedIn schreiben kannst. Statt einen Artikel auf deinem Blog zu veröffentlichen und den Link auf LinkedIn zu posten, schreibst du den Artikel direkt auf LinkedIn. Der Nachteil: du erhältst nicht direkt Traffic auf deinen Blog. Der Vorteil: andere LinkedIn Mitglieder müssen die Plattform nicht verlassen, um deine Inhalte zu lesen. Wie sich das entwickeln wird, mag ich noch nicht endgültig bewerten – ich denke, es ist wie überall: die Mischung macht’s.

Wie hältst du es als Blogger mit LinkedIn? Bist du auf der Plattform bereits vertreten und wie nutzt du sie? Und falls du Blogger im Nebenberuf bist: nutzt du LinkedIn nur für deinen Hauptberuf oder präsentierst du dich mit all deinen Projekten? Ich freue mich über Vernetzung und Austausch mit Bloggern, TexterInnen, JournalistInnen und TouristikerInnen – hier findest du mein LinkedIn Profil.

LinkedIn für Blogger – 5 Tipps für Vernetzung, Sichtbarkeit & Traffic

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